Wegerich – uralter Weggefährte des Menschen

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Der König der Wege

Als „König der Wege“ („rich“ ist abgeleitet vom althochdeutschen „rih“ für „König“) regiert der Wegerich über ein weitverzweigtes Königreich von Wiesen-, Weg- und Ackerrändern.

Aber auch als „Mutter aller Heilpflanzen“ ist er bekannt. Denn der Wegerich kommt zwar bescheiden daher, kann aber viel. Zahlreiche heilende, entzündungshemmende und immunstabilisierende Wirkstoffe wurden in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen, womit sich bestätigt, was unsere Vorfahren schon vor ungefähr 2000 Jahren wussten. 

Und so machte er sich im Laufe der Jahrhunderte einen guten Namen als Heilkraut weswegen er auch Heilwegerich oder Wundwegerich genannt wird. Pfarrer Kneipp schrieb „Wie mit Goldfäden näht der Wegerichsaft den klaffenden Riss zu und wie an Gold sich nie Rost ansetzt, so flieht den Spitzwegerich jede Fäulnis und faules Fleisch“. Verletzt man sich zum Beispiel während einer Wanderung, wird von einem Insekt gestochen oder verbrennt sich an Brennnesseln, so hilft es ein paar frische Spitzwegerichblätter auszuquetschen und den Saft auf die betroffene Hautstelle zu tupfen.

Die vielen Wirkungen des Wegerichs:

  1.  Antibakteriell und entzündungshemmend (durch Iridoide und Flavonoide)
  2. Reizmildernd und hautschützend (Schleimstoffe)
  3. Zusammenziehend und wundheilungsfördernd (Gerbstoffe)
  4. Abschwellend
  5. Immunstabilisierend
  6. Fiebersenkend 
  7. Selbst bei hartnäckigem, festsitzdenem Husten, Bronchitis und Asthma hat er sich bereits bewährt 
  8. Gegen Augenentzündungen
  9. Blasenentzündungen
  10. Hartnäckigen Durchfällen
  11. Juckenden Hautallergien
  12. Fetter, unreiner Haut
  13. Neurodermitis
  14. Zudem gehört der Wegerich zu den wenigen Pflanzen, welche die Produktion von Interferon anregen. Diese Proteine stärken die Abwehrkräfte und helfen dadurch auch gegen Viren in den Luftwegen. „Spitzwegerich sprengt die „inneren Eisenringe“, die wir uns selbst um die Lunge legen und lässt uns wieder freier atmen“ (Wolfgang Schröder Meisterkräuter-Therapie).
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Seine Anwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie seine Wirkung:

  • Innerliche Anwendung:
    Blätter und Wurzeln können frisch als Salatbeigabe oder gegart als
    Wildgemüse verzehrt werden. Frisch oder getrocknet als Würze in Essig, Öl oder Wein, als Oxymel,
    Kaltauszug, Tee oder Tinktur.

  • Äußerliche Anwendung:
    Frisch oder getrocknet als Waschung, Pflanzenbreiauflage, als Tinktur, Gel oder HeilsalbeDie einfachste, aber nicht weniger wirkungsvolle Anwendung ist der Tee. Die reichlich enthaltenden Schleimstoffe wirken hustenreizlindernd und helfen bei und entzündungshemmen. Die Kieselsäure kräftigt das Lungengewebe.
spitzwegerich-tee

Teezubereitung:
Entweder 2 EL frische Spitzwegerichblätter oder 1 EL getrocknete Blätter

  • bei trockenem Reizhusten mit 1 Tasse lauwarmem Wasser übergießen,
    1 – 2 Stunden zugedeckt ziehen lassen und schluckweise trinken 
  • bei Bronchitis mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen und danach genießen 

Wenn der Tee bereits etwas abgekühlt ist, schmeckt auch ein Löffelchen Honig ganz gut darin, dafür sollte er aber lauwarm sein, da der Honig sonst seine guten Wirkstoffe verliert.

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