Wie der Weizen uns vergiftet (Buchempfehlung)

Wie der Weizen uns Vergiftet von Julien Venesson

Wie jetzt? Weizen soll jetzt auch noch schlecht sein? Zu diesem Schluss kommt Julien Venesson. Durch einige Hundert Quellenangaben untermauert er seine Thesen auch sehr schlüssig. Immer mehr Menschen heutzutage leiden an einer Glutenunverträglichkeit. Neben der Unverträglichkeit, gibts es jedoch zusätzlich noch eine Glutenallergie und eine Glutensensitivität. Venesson stellte im Rahmen seiner Forschung fest, dass Weizen, welches durch die vielen Kreuzungen in den letzten Jahrhunderten stark degeneriert ist und im Vergleich zu vergangenen Zeiten einen viel höheren Anteil an Gluten entwickelt hat. 

Viele Beschwerden, die wir im westlichen Kulturkreis gehäuft haben, haben ihren Ursprung offensichtlich im Konsum von Weizenprodukten. Beschwerden wie z.B. chronische Müdigkeit, wiederholte Verdauungsbeschwerden (Durchfälle), Magenverstimmungen, trockene Haut, Gelenkschmerzen, nächtliche Muskelkrämpfe, affektive Störungen, Depressionen, Schlafstörungen, Schmerzen in Becken und Harnblase, Colitis Ulcerosa, Allergien, Neurodermitis, Typ-1-Diabetes, Reizdarmsyndrom (RDS), Fibromyalgie, Morbus Bechterew, rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) Schizophrenie und wahrscheinlich auch Hashimoto und Multiple Sklerose rühren oft von einer durch Gluten oder andere Substanzen ausgelöste Autoimmunreaktion, die die eigene Darmwand angreift. 

Genauer verantwortlich für die Autoimmunantwort ist das sog. Zonulin, das der Körper ausschüttet und welches die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut reguliert. Es steigt bei dem Konsum mancher Lebensmittel rapide an und dieser Anstieg führt zu einer Störung der “Tight Junctions” (Verbindungsleiste), die auf den Darmzotten sitzen. Infolgedessen werden diese durchlässig und können bei längerem Konsum schädigender Nahrungsmittel zerstört werden. Makronährstoffe können jetzt in den Blutkreislauf gelangen und zu schweren Störungen und Krankheiten führen wie die oben genannten. Man spricht vom sogenannten “leaky gut” zu deutsch “löchrigem Darm”.

Es gilt zu bedenken, dass nicht nur Weizen Gluten enthält. Auch Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste, Kamut und Einkorn enthalten zöliakietoxische Prolamine, die das Zonulin ansteigen lassen. Quinoa, Mais und Kartoffeln sind leider auch bekannt, die Dichtigkeit des Darms zu verringern. Will man seine Symptome loswerden, bietet sich eine mindestens 3-monatige Glutendiät an.

Alternativen, die man bedenkenlos zu sich nehmen kann sind Süßkartoffeln, Kichererbsen, Buchweizen. Kurkuma (behebt Leaky Gut). Auch Hülsenfrüchte also Linsen, Bohnen, Erbsen und Sojabohnen eignen sich, allerdings sollten diese gut gekocht, im Idealfall sogar über Stunden eingeweicht werden, um sie besser verdaulich zu machen. Reis, Amaranth, Millet- , Sorghum-, oder Foniohirse und Teff (Zwerghirse), Maniok, Taro, Yamswurzeln und Pastinaken sind ebenfalls günstig, solltest du an einer der oben genannten Krankheiten leiden oder generell oft nach dem Essen an Blähungen, Bauch- und Kopfschmerzen leiden.

Bei der Auswahl von Ölen sollte man Abstand nehmen von Mais-, Sonnenblumen-, Traubenkern- und Distelöl. Besser geeignet ist Oliven- Raps-, Macadamia-, Lein-, Haselnuss- und Walnussöl. Leinöl darf jedoch nicht erhitzt werden. Gemüse, Obst usw. bleibt natürlich von dem ganzen Problem verschont, allerdings sind Milchprodukte auch dafür bekannt, dass sie die Durchlässigkeit des Darms erhöhen. 

Wir raten jedem dazu, gluten so gut wie möglich aus seinem Speiseplan zu verbannen, vor allem im Falle der o.g. Krankheiten, sollte über eine strikte Diät nachgedacht werden. Möchte man Lebensqualität bis ins hohe Alter erreichen, lohnt es sich aber. Du wirst belohnt, wenn du dich auf die Suche nach leckeren Alternativen machst.

Darf ich jetzt nie wieder Brot essen?

Der Verzicht auf Brot ist weitgehend nötig, allerdings gibt es auch Brote, die frei von Weizen sind und verzehrt werden können. Jedoch ist bei vielen Glutenfreien Ersatzprodukten ein Anteil an Maismehl vorhanden, der leider auch zu einer Erhöhung des Zonulinspiegels führt.

Wenn du bist, bereits alles mögliche ausprobiert hast, um deine Beschwerden loszuwerden, könnte es für dich an der Zeit sein, das Experiment “Leben ohne Weizen” auszuprobieren, denn wie wir alle wissen, ist Gesundheit nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

Rezept für ein leckeres Brot ohne Mehl

Solltest du an oben genannten oder anderen Beschwerden leiden und eine Abklärung suchen, bevor du Radikaldiäten einleitest. Wende dich gern an uns, wir beraten dich kostenlos und unverbindlich und können dir darüberhinaus bei einer passenden Supplementierung helfen, solltest du Umweltgifte ausleiten und Parasiten loswerden wollen. 

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