Wobei hilft Hypnose?

Hypnotherapie

Der Einsatz von Hypnose in der danach benannten Hypnotherapie ist wissenschaftlich und klinisch anerkannt und wird als Ergänzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt.

Bereits wenige Sitzungen können deutliche Veränderung bewirken; entsprechend vielseitig werden die Hypnose und ihre Techniken in der Therapie verwendet. Man kann sie beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprachstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen einsetzen. Schwere psychische Störungen oder Traumata sollten aber grundsätzlich nie selbst sondern nur unter Hinzunahme eines Therapeuten behandelt werden. Auch bei der Behandlung von chronischen Schmerzen in Verbindung mit einem verhaltenstherapeutischen Kurzprogramm [1] konnten Reduzierungen der Schmerzstrke nachgewiesen werden.

Beispiele für nichtmedizinische Anwendungen von Hypnose

  • Anspannung (Lösung)
  • Beziehungsverhalten verbessern
  • Führerscheinprüfung (mentale Vorbereitung)
  • Gedächtnistraining
  • Gewichtsreduktion
  • Leistungssteigerung
  • Lernblockaden lösen
  • Mentales Coaching
  • Positives Denken
  • Mobbing (in bestimmten Fällen)
  • Motivationsaufbau
  • Persönliche Ressourcen fördern
  • Mentale Prüfungsvorbereitung
  • Raucherentwöhnung
  • Selbstbewusstsein steigern
  • Selbstvertrauen aufbauen
  • Selbstheilungskräfte aktivieren
  • Ruhiger Schlaf
  • Schuldgefühle in den Griff bekommen
  • Schüchternheit überwinden
  • Sporthypnose
  • Stressbewältigung
  • Training der Sinneswahrnehmungen
  • Innere Unruhe
  • Vorbereitung auf wichtige Ereignisse
  • Lampenfieber
  • Entspannt zum Zahnarzt

Kontraindikation - Wo darf Hypnose nicht angewendet werden?

An dieser Stelle muss zuerst geklört werden, für welchen Einsatz von Hypnose man spezielle Befugnisse braucht.

Für jeglichen medizinischen Einsatz, d.h. Diagnose, Behandlung von Krankheiten, Einsatz in der medizinischen Therapie u.Ä. braucht der Hypnotiseur eine medizinische Befugnis, das heißt, er muss zugelassener Arzt, Psychotherapeut oder Heilpraktiker sein.

Alle Hypnotisieure, auf die das nicht zutrifft, dürfen keine medizinische Behandlung anbieten oder nur in Zusammenarbeit mit einem Arzt oder Heilpraktiker zur Unterstützung mitwirken, bzw. ausdrücklich darauf hinweisen, dass sie keine Krankheiten diagnostizieren oder heilen (kein Heilversprechen).

Falls Sie sich also für Hypnose zu medizinischen Zwecken (Schmerztherapie, Heilungsunterstützung, Stabilisierung des Immunsystems usw.) interessieren, halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit einem Arzt!

Ansonsten gibt es eine wenige Situationen, in denen Hypnose grundsätzlich nicht oder nur mit größter Vorsicht angewendet werden sollte:

  • bei geistig behinderten Menschen
  • bei schweren Herz- und Kreislauferkrankungen, bei denen Tiefenentspannung kontraindiziert ist (nur unter ärztlicher Aufsicht!)
  • bei schweren Erkrankungen des zentralen Nervensystems (nur unter ärztlicher Aufsicht!)

Der Klient sollte dem Hypnotiseur keine akuten Erkrankungen verschweigen!

Die Sicherheit des Klienten hat immer oberste Priorität.